Einführungsgottesdienst von Superintendentin Judith Kierschke am 1. November 2026 um 14 Uhr in der Christuskirche Oberschöneweide

von Ev. Kirchenkreis Berlin Süd-Ost

Einführungsgottesdienst von Superintendentin Judith Kierschke am 1. November 2026 um 14 Uhr in der Christuskirche Oberschöneweide. Foto: privat

Einführungsgottesdienst von Superintendentin Judith Kierschke am 1. November 2026 um 14 Uhr in der Christuskirche Oberschöneweide

Herzlich willkommen! Am 1. November 2026 wird Pfarrerin Judith Kierschke um 14 Uhr in der Christuskirche Oberschöneweide von Dr. Julia Helmke, Generalsuperintendentin für den Sprengel Berlin, in ihr Amt als Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Berlin Süd-Ost eingeführt.

Sie finden hier Infos zu den Bewerbungsgottesdiensten im Frühjahr 2026, zur Wahlsynode sowie die Vorstellung (Stand: Frühjahr 2026) von Pfarrerin Kierschke.

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Christuskirche Oberschöneweide, Firlstraße 16, 12459 Berlin: S-Bahnhof Schöneweide, anschließend mit den Tramlinien 60 oder 67 bis zur Haltestelle Firlstraße. Von dort sind es nur wenige Gehminuten bis zur Christuskirche.

 

Mit diesem Text stellt sich Judith Kierschke jetzt im September 2026 vor ihrer Einführung noch einmal vor:

 

Herr: Es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.“

Dieser Satz von Rainer Maria Rilke fasst mein Empfinden im Moment gut zusammen.

Dieser Sommer war tatsächlich sehr groß für mich. Nach sechs Jahren in Kanada bin ich im Juli zurück nach Berlin gekommen und lebe nun hier im SuperintendentInnenhaus in Mahlsdorf zusammen mit meinen „Kindern“ Emma (20 Jahre) und Jakob (18 Jahre).

Der Abschied, Umzug, die Möbel, der Flug es war ein „großer Sommer“.

Ein schöner und aufregender Lebensabschnitt ist zu Ende gegangen. Ottawa, die Gemeinde dort, viele Menschen, Freundschaften und Erfahrungen bleiben mir und sind zugleich so weit weg. Und hier beginnt nun etwas ganz Neues.

Im Moment bin ich in Studienzeit. Das ist eine besondere Zeit, die Pfarrerinnen und Pfarrer alle zehn Jahre für drei Monate nehmen können, zum Lesen, Lernen, Nachdenken und um neue Impulse für die eigene Arbeit zu gewinnen. Für mich fällt diese Zeit in diesem Jahr genau in den Übergang von Kanada nach Berlin. Noch nicht im neuen Amt, aber auch nicht mehr im alten. Zeit zum Innehalten, Ankommen, Lernen, Nachdenken, für Gespräche und Begegnungen. Und vor allem: Zeit, Berlin und den Kirchenkreis Berlin Süd-Ost neu kennenzulernen.

Denn ich bin unterwegs. In den vergangenen Wochen habe ich bereits einige Gottesdienste besucht. Ich habe mich nicht vorher angemeldet oder vorgestellt. Ich sitze mit Ihnen in den Kirchenbänken singe und bete und höre die Worte der Predigt. Es ist ein großes Geschenk für mich so anzufangen und den Kirchenkreis in Ruhe durch Gottesdienste und Gespräche kennen zu lernen.

Und eines habe ich dabei schon jetzt gemerkt: Dieser Kirchenkreis ist groß, vielseitig und sehr unterschiedlich. Und trotzdem habe ich mich in jedem Gottesdienst, den ich bisher besucht habe, ein Stück weit zu Hause gefühlt.Das hat mich berührt und mich sehr gefreut.

Manche Orte sind mir aus früheren Jahren vertraut, vieles ist neu. Ich merke dabei immer wieder: Ein Kirchenkreis besteht nicht zuerst aus Strukturen und Zahlen, sondern aus Menschen, aus Geschichten, aus dem, was vor Ort gewachsen ist, und aus dem, was gerade neu entsteht.

Vielleicht ist deshalb ein Satz aus dem Predigerbuch gerade der richtige Begleiter für diese Zeit:

„Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde.“

Es gibt eine Zeit zum Abschiednehmen und eine Zeit zum Ankommen. Eine Zeit zum Loslassen und eine Zeit, in der etwas Neues beginnt. Eine Zeit, um zu gehen, und eine Zeit, um wiederzukommen.

Sechs Jahre Kanada hatten ihre Zeit. Jetzt ist Berlin dran.

Und doch ist es nicht einfach ein Schnitt. Vieles, was ich aus Kanada mitbringe, wird mich weiter begleiten. Erfahrungen, Begegnungen, Fragen und auch manches, was ich dort über Kirche gelernt habe. Gleichzeitig möchte ich hier erst einmal zuhören. Ich möchte verstehen, was die Gemeinden bewegt, was ihnen Freude macht, wo sie müde geworden sind und wo sie auf etwas Neues hoffen. Ich habe schon einige tolle Ideen gehört und Menschen begeistert von ihren Gemeinden und Projekten erzählen gehört. Das freut mich sehr!

Noch habe ich nicht auf alles eine Antwort. Das muss ich auch gar nicht. Jetzt ist Zeit, unterwegs zu sein, zuzuhören und kennenzulernen. Und vielleicht ist genau das eine gute Art, in ein neues Amt zu gehen: nicht mit dem Gefühl, schon alles zu wissen, sondern mit offenen Augen und Ohren für das, was hier ist und was werden will.

„Herr: Es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.“Ja. Und bald beginnt ein neuer Abschnitt.

Ich freue mich darauf, ihn mit Ihnen gemeinsam zu gehen, und auf viele weitere Begegnungen in den Gemeinden.

Und wenn Sie den Beginn dieses neuen Abschnitts mit mir feiern möchten:
Am 1. November um 14 Uhr werde ich in der Christuskirche Oberschöneweide in mein Amt als Superintendentin des Kirchenkreises Berlin Süd-Ost durch Generalsuperintendentin Helmke eingeführt. Dazu möchte ich Sie ganz herzlich einladen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns dort sehen.

Ihre Judith Kierschke

 

 

Einführungsgottesdienst von Superintendentin Judith Kierschke am 1. November 2026 um 14 Uhr in der Christuskirche Oberschöneweide. Foto: privat

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