Sonntag, 12. Oktober | Erlöserkirche, Rummelsburg, Nöldnerstr. 43, 18 Uhr ELIAS – Oratorium von Felix Mendelssohn Bartholdy, Chor der Erlöserkirche, Kammerorchester der Komischen Oper Berlin, Leitung: KMD Matthias Elger

von Ev. Kirchenkreis Berlin Süd-Ost

Sonntag, 12. Oktober | Erlöserkirche, Rummelsburg, Nöldnerstr. 43, 18 Uhr ELIAS – Oratorium von Felix Mendelssohn Bartholdy, Chor der Erlöserkirche, Kammerorchester der Komischen Oper Berlin, Leitung: KMD Matthias Elger

Sonntag, 12. Oktober | Erlöserkirche, Rummelsburg, Nöldnerstr. 43
18 Uhr ELIAS
Oratorium von Felix Mendelssohn Bartholdy
Yvonne Friedli, Sopran; Julienne Mbodjé, Alt
Volker Arndt, Tenor; Jonathan de la Paz Zaëns, Bass;
Chor der Erlöserkirche
Kammerorchester der Komischen Oper Berlin
Leitung: KMD Matthias Elger
Eintritt 20,- bis 15,- €, ermäßigt 15,- bis 10,- €

In der langen Reihe biblischer Oratorien nehmen die Werke Felix Mendelssohn Bartholdys einen
herausragenden Platz ein. Nicht zuletzt im „Elias“ sehen viele Kenner einen der Höhepunkte
europäischer Musikentwicklung. Seine direkte, teilweise opernhafte Erzählweise, seine starke
Emotionalität, seine packende Dramatik stehen im Kontext der Oratorienliteratur einmalig da.
Die musikalischen Charaktere/Ausdrucksweisen, die Orchesterfarben sind selbst für Mendels-
sohns Verhältnisse so reichhaltig/kontrastreich, immer wieder überraschend, dass man meint,
dem Komponisten auf der Suche nach neuen Mitteln und Wegen gleichsam zusehen zu können.
Die Auswahl des Stoffes, also des Lebens des Propheten Elias, bringt es mit sich, dass Text
und Musik tief in die Welt des Alten Testaments eintauchen, mit all seiner Buntheit, aber auch
seiner Härte – namentlich der religiöse Fanatismus, dem es um den „richtigen“ und „falschen“
Gott geht, ist uns aufgeklärten Menschen heute fremd. Hier ist es wichtig zu betonen, dass man
mit der Aufführung des „Elias“ sich nicht jede Textpassage zu eigen macht – genauso wenig
wie Mendelssohn selbst, dessen Großvater Moses Mendelssohn ja geradezu als Sinnbild re-
ligiöser Toleranz gilt. Auch der Enkel Felix, in jüdischer, protestantischer, katholischer Tradition
gleichermaßen bewandert, ist hier über alle Zweifel erhaben. Es ist gleichwohl nötig, bestimmte
Passagen des „Elias“ bewusst geschichtlich einzuordnen.

Die tiefe Bedeutung des „Elias“ liegt aber ohnehin auf einer anderen Ebene, nämlich der un-
vergleichlichen, zeitlos gültigen Vertonung vieler tröstlicher Bibelstellen, insbesondere aus den
Psalmen. Stücke wie „Wohl dem, der den Herrn fürchtet“, „Denn er hat seinen Engeln befohlen“,
„Hebe deine Augen auf“, „Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht“ und viele an-
dere mehr, berühren die Herzen seit jeher und bis heute in ganz besonderer Weise, allein diese
Nummern hätten ausgereicht, um Mendelssohn unsterblich zu machen.

Der Chor der Erlöserkirche führt den „Elias“ nach 1998 und 2012 zum dritten Mal auf, unter-
stützt von einem ausgewiesenen Orchester und ausdrucksstarken Solisten. Wir hoffen auf viele
Besucher beim Konzert am 12. Oktober.

KMD Matthias Elger

Sonntag, 12. Oktober | Erlöserkirche, Rummelsburg, Nöldnerstr. 43, 18 Uhr ELIAS – Oratorium von Felix Mendelssohn Bartholdy, Chor der Erlöserkirche, Kammerorchester der Komischen Oper Berlin, Leitung: KMD Matthias Elger

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