Sonntag, 30. März│Erlöserkirche, Rummelsburg, Nöldnerstraße 43, 18 Uhr, Chor- und Orchesterkonzert – Johann Sebastian Bach: KANTATE BWV 131 „Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir“ und Giovanni Battista Pergolesi: STABAT MATER

von Ev. Kirchenkreis Berlin Süd-Ost

Sonntag, 30. März│Erlöserkirche, Rummelsburg, Nöldnerstraße 43, 18 Uhr, Chor- und Orchesterkonzert – Johann Sebastian Bach: KANTATE BWV 131 „Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir“ und Giovanni Battista Pergolesi: STABAT MATER

Sonntag, 30. März│Erlöserkirche, Rummelsburg, Nöldnerstraße 43
18 Uhr Chor- und Orchesterkonzert
Johann Sebastian Bach: KANTATE BWV 131
„Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir“
Giovanni Battista Pergolesi: STABAT MATER,
Fassung für Soli, Chor und Orchester
Barbara Berg-Bretschneider, Sopran; Irene Schneider, Alt;
Ralph Eschrig, Tenor; Philipp Jekal, Bass
Chor der Erlöserkirche│Orchester Sancto Spirito
Leitung: Matthias Elger│Eintritt 20,- € (erm. 15,- €); 15,- € (erm. 10,- €)

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Pergolesis STABAT MATER – Kammermusik oder Oratorium?

Das Stabat Mater von Giovanni Battista Pergolesi zählt bis heute zu den absoluten „High-lights“ nicht nur der Kirchenmusik, sondern der gesamten Musikgeschichte. Und diesen Stellenwert besaß es von Beginn an: Nach der Fertigstellung 1736 (und dem zeitnahen Tod des Komponisten) wurde es innerhalb weniger Jahre in Frankreich, Deutschland, England gespielt, es entstanden zahllose Abschriften sowie diverse Druckausgaben. So eine rasante internationale Karriere eines einzigen Werkes hatte es bis dahin noch nicht gegeben, die großen Zeitgenossen Telemann, Bach, Händel hätten davon nur träumen können. Offensichtlich traf der Tonfall dieses Komponisten – die Verbindung von barocker Tradition mit dem „galanten“ Stil der Vorklassik – einen Nerv der Zeit; sicher trug auch der frühe Tod Pergolesis (mit 26 Jahren) und die damit einhergehende Legendenbildung um seine Person zu erhöhter Aufmerksamkeit bei.͢

Die Begeisterung für diese Musik hatte noch einen weiteren Effekt: Sie erweckte den vielfältigen Wunsch, den kammermusikalisch-sparsamen Klang des Originals – zwei Frauenstimmen und Streicher – aufzufüllen, zu erweitern um einer stärkeren akustischen Wirkung willen. Bereits Johann Sebastian Bach, welcher die Musik Pergolesis für seine Kantate „Tilge, Höchster, meine Sünden“ verwendete, veränderte den Streichersatz im Sinne einer größeren Klangfülle. Andere Komponisten wie Paisiello, Hiller und Eybler gingen noch einen Schritt weiter, sie verwendeten vierstimmige Chöre sowie komplette Orchester mit Bläsern. Am bekanntesten wurde die Version von Joseph von Eybler (Wien 1795), auch heute im Handel erhältlich und schon des Öfteren aufgeführt. Die neue Fassung von Matthias Elger lehnt sich an dieses Klangbild der Mozartzeit an.

Als zweites Werk dieses Konzertes erklingt die Kantate BWV 131 „Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir“ von Johann Sebastian Bach. Obwohl schon in sehr jungen Jahren (in Mühlhausen) komponiert, zählt sie doch aufgrund ihrer unmittelbaren, emotionalen Wirkung zu den bekanntesten Kantaten des Komponisten. Die Besucher der Karlshorster Bachprojekte konnten sich in jüngster Zeit bereits von der Qualität dieser Musik überzeugen, und auch der Erlöserchor hofft darauf, die Herzen der Hörer unmittelbar anzusprechen.

KMD Matthias Elger

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